Die Behandlung mit Immunglobulinen (Ig) wird bei vielen Formen des primären Immundefekts eingesetzt. Diese ersetzt vorübergehend einige der IgG-Antikörper im Blut, die fehlen oder nicht richtig funktionieren.

Normalerweise befinden sich IgG-Antikörper im Blut und bekämpfen dort krankheitserregende Bakterien, Viren und Pilze. Ziel der Ig-Therapie ist deshalb, dafür zu sorgen, dass sich genügend Antikörper im Blut befinden, um den Körper effektiv vor diesen Risiken zu schützen.

Die Ig-Therapie kann einen primären Immundefekt zwar nicht heilen, aber stärkt das Immunsystem vorübergehend und senkt so das Infektionsrisiko. Das Ig, das dem Patienten verabreicht wird, stammt aus dem Blut eines gesunden Spenders. Bei regelmäßiger Anwendung kann es die Lebenserwartung eines PID-Patienten erhöhen und die Häufigkeit und den Schweregrad von Infektionen reduzieren. Außerdem kann die Ig-Therapie die Anzahl der bakteriellen Infektionen und die Häufigkeit von Lungenentzündungen vermindern. Wahrscheinlich benötigt der Patient sogar weniger Antibiotikatherapien und somit kommt es zu weniger Fiebertagen und Krankenhausaufenthalten.

Es ist bewiesen, dass eine Ig-Therapie die Lebensqualität verbessert und der PID-Patient nicht mehr so viel erkrankt. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, ein Immunglobulin-Präparat zu verabreichen:

  1. alle 2- bis 4 Wochen subkutan mit Unterstützung durch Hyaluronidase - Mehr über die Therapie erfahren >>
  2. wöchentlich unter die Haut (subkutan; SCIg-Therapie) Der Patient wählt zusammen mit dem Arzt, unter Berücksichtigung seiner gesundheitlichen Bedürfnisse und Lebensumstände, die für ihn beste Verabreichungsform aus - Mehr über die Therapie erfahren >>
  3. In eine Vene (intravenös; IVIg-Therapie) - Mehr über die Therapie erfahren >>

Welche Therapie passt zu mir?

Wie gut passen die verschiedenen Therapiemöglichkeiten zu den individuellen Gegebenheiten und Lebensumständen des betroffenen Patienten? Folgende Fragen helfen Ihnen bei der Betrachtung der Therapien:

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