Blut und Abwehrmechanismen
Unser Immunsystem hat eine wichtige Schutzfunktion für den Körper. Lesen Sie hier, wie sich das angeborene und erworbene Immunsystem gegenseitig ergänzen und welchen Beitrag Organe wie Milz und Mandeln zur Abwehr von Krankheitserregern leisten.
IgG (IgG 1–4 )
IgG-Antikörper stellen mit über 90 % den Großteil aller Antikörper im Blut und sind ein wesentlicher Bestandteil der Abwehr. Es gibt vier Subklassen: IgG1 bis IgG4. Sie richten sich hochspezifisch gegen bestimmte Erregerbestandteile. Über die Plazenta können sie an das ungeborene Kind weitergegeben werden und schützen das Neugeborene in den ersten drei Lebensmonaten (sogenannte passive Immunisierung) vor Erregern.
IgM
Diese Antikörper werden bei erstmaligem Kontakt des Körpers mit einem bestimmten Krankheitserreger gebildet (sogenannte primäre Immunantwort). Sie haben viele relativ unspezifische Bindungsstellen und können Erreger so ggf. neutralisieren, bevor es zur hochspezifischen Bildung von IgG kommt.
IgA (IgA1 und IgA2 )
Diese Antikörper kommen vor allem in den Schleimhäuten, dem Speichel oder der Galle vor. Sie schützen den Körper unter anderem vor Atemwegs- und Magen-Darm-Infekten.
IgE
IgE-Antikörper sind vor allem auf die Abwehr von Parasiten, zum Beispiel von Würmern, spezialisiert. Außerdem spielen IgE-Antikörper bei allergischen Reaktionen wie beispielsweise Heuschnupfen eine Rolle.
IgD
Die Funktion dieser Antikörper ist bislang nicht genau bekannt . Sie sind nur in sehr geringer Anzahl im Blut zu finden.